Wir sind für den EU Organic Award 2026 nominiert!

Wir sind für den EU Organic Award 2026 nominiert!

Es gibt Nachrichten, die einen innehalten lassen. Wir dürfen heute eine solche mit euch teilen: Genusskoarl ist für den EU Organic Award 2026 nominiert! Am 23. September 2026 – dem europäischen Bio-Tag – wird bei der feierlichen Preisverleihung in Brüssel bekanntgegeben, ob wir gewinnen. Für uns ist schon die Nominierung selbst ein unglaublicher Moment.

Was ist der EU Organic Award?

Der EU Organic Award ist die bedeutendste europäische Auszeichnung für biologische Landwirtschaft und Bio-Lebensmittelproduktion. Er wird seit 2022 jährlich am 23. September dem offiziellen EU-Bio-Tag – im Rahmen einer feierlichen Zeremonie in Brüssel vergeben.

Hinter dem Award steht eine hochrangige europäische Koalition: Organisiert wird er gemeinsam von der Europäischen Kommission, dem Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA), dem Europäischen Ausschuss der Regionen, sowie COPA-COGECA und IFOAM Organics Europe. Das Europäische Parlament und der Rat sind als Jury-Mitglieder eingebunden. Kurz: Es ist die offizielle europäische Bio-Auszeichnung.

Vergeben werden sieben Preise in sechs Kategorien: von der besten Bio-Bäuerin und dem besten Bio-Bauern über die beste Bio-Region und Bio-Stadt bis hin zum besten Bio-Lebensmittelverarbeitenden KMU, dem besten Bio-Einzelhandel und dem besten Bio-Restaurant. Prämiert werden Projekte, die entlang der gesamten Bio-Wertschöpfungskette echten Mehrwert schaffen – durch Innovation, Nachhaltigkeit und Vorbildwirkung.

Österreich: Europas Bio-Vorreiterin

Was die vier bisherigen Ausgaben des EU Organic Awards eindrucksvoll belegen: Österreich ist eine Bio-Supermacht. Unser Land stellt zwar nur rund 2 % der EU-Bevölkerung, hat aber in jedem einzelnen Jahr seit Bestehen des Awards mindestens eine Auszeichnung errungen.

21 %

aller EU Organic Awards
gingen bisher an Österreich
(6 von 28 vergebenen)

> 15 %

aller Finalist:innen seit 2022
kommen aus Österreich

27 %

Bio-Landwirtschaftsfläche
in Österreich
(EU-Schnitt: ~10,5 %)

Hinter diesen Zahlen steckt mehr als ein hoher Bio-Flächenanteil. Österreich hat in den vergangenen Jahrzehnten ein dichtes Ökosystem aus Bio-Verarbeiter:innen, Pionier:innen und Vorzeigebetrieben entwickelt, das EU-weit seinesgleichen sucht. Artisan-Bäckereien wie Joseph Brot (die größte handwerkliche Bäckerei der Welt), Saatgutpionier:innen wie ReinSaat, die zur Erhaltung samenfester Sortenvielfalt in ganz Europa beitragen, Chocolatiers wie Zotter, die Bio-Schokolade zum internationalen Qualitätsmaßstab gemacht haben, oder Gastronomiebetriebe wie die Luftburg im Wiener Prater, die Bio-Küche für hunderttausende Gäste jährlich zugänglich machen – diese Breite von der landwirtschaftlichen Basis über die Verarbeitung bis zur Innovation und Gastronomie erklärt, warum österreichische Projekte in nahezu jeder Award-Ausgabe und in nahezu jeder Kategorie zu finden sind. Eine Kultur, keine Zufallsleistung.

Österreichische Preisträger:innen der bisherigen Ausgaben (2022–2025)

Jahr Kategorie Österreichische:r Preisträger:in
2022 Beste Bio-Stadt Seeham, Salzburg
2023 Beste Bio-Region Burgenland
2023 Beste Bio-Stadt Wien
2023 Bestes Bio-Restaurant Luftburg – Kolarik im Prater, Wien
2024 Beste Bio-Bäuerin Reinhild Frech-Emmelmann, ReinSaat GmbH (Niederösterreich)
2025 Bestes Bio-KMU Lebensmittelverarbeitung Joseph Brotmanufaktur GmbH (Joseph Brot), Wien

 

„Für uns ist die Nominierung für den EU Organic Award allein schon eine unglaubliche Auszeichnung. Wenn man sieht, wer in den vergangenen Jahren in diesem Kreis vertreten war – Betriebe, Regionen und Initiativen, die Bio-Landwirtschaft in Europa nachhaltig geprägt haben – dann ist es eine riesige Ehre, überhaupt dabei zu sein. Wir fühlen uns damit zutiefst geehrt, und wissen: Allein die Nominierung ist für uns schon ein Gewinn."

— DI Karl Severin Traugott, Gründer & Geschäftsführer Genusskoarl

 

Warum wir nominiert wurden – unsere Überzeugung

Jede Nominierung wirft irgendwann eine ehrliche Frage auf: Warum eigentlich wir? Wir haben unsere Antwort und sie beginnt im Jahr 2016.

Als Genusskoarl gegründet wurde, legte Karl Severin Traugott ein klares Fundament fest: ein Reinheitsgebot, das seither in keinem Punkt aufgeweicht wurde. Keine Kompromisse bei der Herkunft der Rohstoffe. Kein Greenwashing. Keine halben Sachen beim Thema Bio. Was damals eine Grundüberzeugung war, ist heute ein messbares, zertifiziertes Gesamtbild und wir sind überzeugt, dass genau das die Jury überzeugt hat:

100 % österreichische Bio-Rohstoffe ohne Kompromisse

Jede Zutat in unseren Produkten stammt aus österreichischer Bio-Landwirtschaft. Kein einziger Importrohstoff. Das war 2016 so, und das ist heute so. Dieses Kommittent ist kein Marketingversprechen, sondern nachprüfbare Realität: Charge für Charge.

Keine fossile Energie in der Produktion

Unsere gesamte Produktion läuft ohne fossile Energieträger. Ökostrom, ökologische Nahwärme, minimierter Ressourceneinsatz. Das ist kein PR-Statement, sondern täglich gelebte Praxis in unserer Manufaktur in Wolkersdorf.

Nebenströme als hochwertige Lebensmittel – echte Kreislaufwirtschaft

Was in der konventionellen Lebensmittelproduktion als Nebenprodukt endet, wird bei uns zur Grundlage neuer Produkte. Durch gezielte Kooperationen mit Partnerbetrieben werden Nebenströme weiterverarbeitet. Zur Basis unserer Bio-Fischsauce und des Bio-Shiro Miso oder auch unsere Kooperation mit Ehrenwort.Genussmomenten. Kreislaufwirtschaft nicht als Schlagwort, sondern als bewusste unternehmerische Entscheidung.

Vollständige Transparenz über unsere Lieferketten

Wir nennen unsere Partnerbetriebe namentlich, von ÖsterReis bis zu den Pilzbrüdern. Wer wissen möchte, wo unsere Rohstoffe wachsen, kann es nachlesen. Diese Transparenz ist in der Branche alles andere als selbstverständlich: Die meisten Mitbewerber, auch solche, die sich als nachhaltig oder premium positionieren, weisen ihre Lieferketten nicht in dieser Tiefe aus.

Glocale Lebensmittel: global denken, lokal produzieren

Sojasauce, Miso, Fischsauce – das sind globale Produkte mit jahrtausendealter Geschichte. Wir interpretieren sie mit österreichischen Rohstoffen in unserer Manufaktur im Weinviertel neu. Das nennen wir glocal: globale Kulturtechniken, regionaler Fußabdruck. Keine langen Transportwege für Rohstoffe aus Fernost, keine intransparenten Importlieferketten.

EMAS – der Nachweis, nicht das Versprechen

All das ist nicht nur Überzeugung, es ist nachweisbar. Mit unserem zertifizierten Umweltmanagementsystem nach EMAS (dem höchsten EU-Standard für betriebliches Umweltmanagement) haben wir einen Rahmen eingeführt, der unsere ökologischen Leistungen systematisch misst, dokumentiert und kontinuierlich verbessert. EMAS ist der Unterschied zwischen einem Anspruch und einem Beweis.

Ob die Jury unsere Nominierung auf genau diese Punkte zurückführt, werden wir am 23. September in Brüssel erfahren. Wir sind jedenfalls stolz auf das, was wir in zehn Jahren aufgebaut haben – und noch mehr auf das Team, das das jeden Tag möglich macht!

2026: das bisher stärkste Jahr in unserer Geschichte

Die EU Organic Award-Nominierung ist für Genusskoarl bereits die zweite große internationale Auszeichnung in diesem Jahr. Und das macht 2026 zu einem wirklich besonderen Jahr für uns.

Genusskoarl Bio Shiitake Miso im Glas NEUZu Jahresbeginn wurde unser Bio-Shiitake Miso mit dem renommierten Best New Product Award der BIOFACH 2026 ausgezeichnet – der weltweit bedeutendsten Messe für Bioprodukte in Nürnberg. Der BIOFACH-Produktaward gilt in der internationalen Bio-Branche als eine der begehrtesten Auszeichnungen überhaupt und wurde vor einer Expertinnen-Jury aus Lebensmittelhandel, Gastronomie und Bio-Verbänden vergeben.

Zwei internationale Auszeichnungen in einem Jahr – für eine Manufaktur mit zehn Mitarbeitenden aus dem Weinviertel ist das etwas, das uns wirklich stolz und dankbar macht. Es zeigt, dass handwerkliche Fermentation auf höchstem Niveau, konsequent österreichische Bio-Rohstoffe und das geduldige Arbeiten in langen Reifezeiten international anerkannt und geschätzt wird.


Am 23. September 2026 fällt die Entscheidung

Die 5. Ausgabe der EU Organic Awards wird am 23. September 2026 in Brüssel im Rahmen des offiziellen EU-Bio-Tags, der jedes Jahr von der Europäischen Kommission begangen wird, vergeben. Die Entscheidung trifft eine hochrangige Jury aus Vertreter:innen der EU-Institutionen und der wichtigsten Bio-Verbände Europas.

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